Schallschutz im privaten Wohnbereich
Schallschutzwände: Wenn Ruhe zuhause wieder möglich sein soll
Gegen laute Nachbarn, nächtliches Gaming, TV- und Sprachlärm oder störende Installationen: Wir planen und bauen entkoppelte Schallschutzwände (Vorsatzschalen) mit sauberer Detailausführung – für mehr Privatsphäre und besseren Schlaf.
- Masse-Feder-Masse statt „einfach Dämmung“
- Schallbrücken vermeiden (Fugen, Anschlüsse, Steckdosen)
- Luftschall & Körperschall richtig unterscheiden
Tipp: Senden Sie uns Fotos/Plan + kurze Beschreibung der Lärmquelle – wir geben eine erste Einschätzung.
Typische Lärmquellen
- Teenager-Gaming & Musik (Stimmen, Bass)
- Nachbarn: TV, Gespräche, Türen
- Schlafzimmer: mehr Ruhe, weniger Sprachverständlichkeit
- Heizung / Rohre / Lüftung: Brummen, Klappern, Resonanzen
Entscheidend ist nicht nur die Wandfläche – sondern Flankenübertragung und Details.
Bauphysikalisch korrekt
Fokus auf Luftschalldämmung (Rw/R’w/Dn'W), Flankenübertragung und saubere Anschlüsse.
Entkoppelt statt „nur dicker“
Wir vermeiden Schallbrücken mit Randentkopplung, luftdichten Fugen und geeigneten Systemdetails.
Praxislösungen im Wohnbau
Schlafzimmer, Home-Office, Kinderzimmer – Lösungen, die optisch zu Ihrer Architektur passen und wartungsarm sind.
Optional mit Messung
Je nach Projekt: Messung/Protokoll zur Qualitätssicherung und Dokumentation.
Häufige Ursachen, warum eine Schallschutzwand nötig wird
Lärm wird oft unterschätzt – bis er Schlaf, Konzentration und Privatsphäre beeinträchtigt. Wichtig: Nicht jeder Lärm ist gleich. Wir unterscheiden Luftschall (z. B. Stimmen/Musik) und Körperschall (z. B. Vibrationen über Rohre/Bauteile).
1) Teenager, Gaming & Musik: Luftschall durch Trennwände
Stimmen, Shouts, Musik oder Bass sind klassischer Luftschall. Ob man das im Nebenraum oder durch die Wohnungstrennwand hört, hängt von der vorhandenen Luftschalldämmung (z. B. Rw/R’w) ab – und besonders von Schwachstellen wie Fugen, Steckdosen oder Installationszonen.
Typischer Fehler: „Mehr Dämmwolle“ ohne Entkopplung und ohne luftdichte Anschlüsse.
2) Laute Nachbarn: Flankenübertragung über Decke/Boden/Seitwände
Manchmal kommt der Schall nicht „direkt“ durch die Trennwand, sondern über angrenzende Bauteile: Decke, Boden oder Seitenwand. Das nennt man Flankenübertragung. Dann wirkt eine Einzelmaßnahme zwar, aber nicht immer so stark wie erwartet.
Wichtig: Knotenpunkte (Wand-Decke/Boden) und Nebenwege prüfen.
3) Besser schlafen: Ruhe im Schlafzimmer realistisch erreichen
„Schalldicht“ ist im Wohnbau selten wortwörtlich möglich – aber eine deutliche Reduktion von Sprachverständlichkeit, Impulsen (Türen/Schritte) und Störgeräuschen ist sehr gut erreichbar. Für Schlafräume zählen vor allem ruhige Anschlüsse, luftdichte Fugen und ein passendes System.
Ziel: Mehr Rückzug, weniger Aufwachen, weniger Stress.
4) Heizung, Rohre, Lüftung: Körperschall & Resonanzen
Brummen, Klappern oder Pumpen übertragen sich oft als Körperschall über Rohrschellen, Wandhalterungen oder Durchführungen. Eine schwere Wand alleine hilft dann begrenzt, wenn die Schwingung weiter in die Konstruktion eingeleitet wird.
Ergänzung: Installationen entkoppeln (Schellen/Einlagen/Durchführungen).
Wie eine wirksame Schallschutzwand aufgebaut ist
Eine gute Schallschutzwand folgt dem Masse-Feder-Masse-Prinzip: Masse (mehrlagige Beplankung) + Feder (entkoppelter Hohlraum mit Dämpfung) + konsequente Randentkopplung. Genau diese Kombination reduziert die Schallübertragung deutlich – vorausgesetzt, die Details stimmen.
Bautechnische Kernelemente
- Masse: mehrlagige Beplankung (z. B. Gipskarton / Gipsfaser – systemabhängig)
- Feder: entkoppelter Zwischenraum, mit Dämmstoff zur Dämpfung von Hohlraumresonanzen
- Entkopplung: keine starren Verbindungen → keine Schallbrücken
- Luftdichtheit: Fugen/Anschlüsse sauber abdichten (Akustik-Dichtstoff)
Die häufigsten Fehler (und wie wir sie vermeiden)
- Unterkonstruktion starr mit Bestandswand verschraubt → Schallbrücke
- Randfugen offen/undicht → Luftleck reduziert Wirkung massiv
- Steckdosen gegenüberliegend / Installationsschächte unbehandelt
- Türen/Lüftung als „Schwachstelle“ nicht berücksichtigt
Unser Fokus: Detailplanung an Knotenpunkten (Wand-Decke/Boden/Wand) und saubere Ausführung.
So gehen wir vor
Analyse
Geräuschart (Luft-/Körperschall), Schwachstellen, Nebenwege (Flanken) – vor Ort oder anhand Plan/Fotos.
Zieldefinition
Was soll besser werden? Schlaf, Privatsphäre, Konzentration – wir definieren ein realistisches Zielbild.
Systemwahl & Details
Vorsatzschale, freistehende Konstruktion oder Teil-Raum-in-Raum – inklusive Anschlussdetails gegen Schallbrücken.
Umsetzung
Entkopplung, luftdichte Fugen, saubere Durchdringungen – optisch und technisch sauber montiert.
Optional: Messung & Protokoll
Je nach Projekt dokumentieren wir die Ausführung und prüfen die Verbesserungen zur Qualitätssicherung.
Bildergalerie (Beispiele & Details)
Schallschutz ist oft „unsichtbar“. Wir konstruieren und installieren immer nach dem Prinzip: So viel wie nötig & so wenig wie möglich. Dabei ist Funktion & Design der Fokus..
Normen & Grundlagen
Wenn Sie tiefer einsteigen möchten: Diese neutralen Quellen bieten gute Grundlagen zu Lärm und Schallschutz.
BAFU – Lärm & Umwelt
Grundlagen, Wirkung von Lärm, Informationen zum Thema Lärmschutz in der Schweiz.
SIA – Normenumfeld
Rahmenbedingungen und Normenbezug im Schweizer Bauwesen (Schallschutz im Gebäude).
ISO – Mess- & Bewertungsnormen
Kontext zu Normen wie ISO 16283 (Messung) und ISO 717 (Bewertung) – je nach Projekt relevant.
Hinweis: Normen sind teilweise kostenpflichtig. Wir unterstützen Sie bei der praxisgerechten Anwendung im Projekt.
FAQ – Schallschutzwände
Bringt eine Schallschutzwand wirklich etwas?
Was ist der Unterschied zwischen Luftschall und Körperschall?
Warum höre ich Nachbarn trotz „dicker Wand“?
Wie schnell kann eine Schallschutzwand umgesetzt werden?
Ruhe planen statt Lärm ertragen
Beschreiben Sie kurz Ihre Situation (Raum, Wandart, Lärmquelle, Tageszeit). Ideal: 2–3 Fotos oder ein Plan. Wir melden uns mit einer passenden Schallschutzwand-Lösung – technisch sauber und wohnfertig umgesetzt.
Optional: Wir liefern auf Wunsch auch eine Messung/Protokoll zur Qualitätssicherung.